
Andrea Korte-Toffel, Diplom-Sozialpädagogin
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"RiVer" hilft Kindern
betreuen das "RiVer"-Projekt. Foto: Jörg Gutzeit
Wenn Eltern in seelischen Krisen stecken, bleiben die Bedürfnisse der Kinder oft auf der Strecke. Mit dem neuen Projekt "RiVer" wollen der Caritasverband und der Sozialdienst katholischer Frauen das Tabu brechen, Kinder und Jugendliche aus ihrer Sprachlosigkeit holen und ein Hilfeangebot aufbauen.
Am 1. September startete das auf drei Jahre begrenzte gemeinsame Projekt der beiden katholischen Wohlfahrtsverbände. Mit jeweils einer halben Stelle wollen Kathrin Gerl (Caritas) und Andrea Korte-Toffel (SkF) "RiVer", die Abkürzung steht für "Risiken erkennen - Vernetzt handeln. Hilfen für Kinder und deren sucht- und/oder psychisch erkrankte Eltern", auf den Weg bringen. Die beiden Frauen nehmen Kontakt zu Fachdiensten und Beratungsstellen auf, sprechen mit Therapeuten der Psychiatrie Herten und anderen Multiplikatoren, um ein Hilfe-Netzwerk aufzubauen. Das große Ziel, zwei Gruppen für betroffene Kinder und Jugendliche, wird voraussichtlich Anfang 2012 starten. Ein Angebot wird sich an Kinder im Grundschulalter, ein zweites an elf- bis 14-jährige Jugendliche richten.
"Über gemeinsame Aktivitäten wollen wir mit den Kindern ins Gespräch kommen. Wir wollen Worte finden, für das, was zu Hause passiert ist, ihnen das Gefühl geben, nicht allein zu sein, ihr Selbstbewusstsein stärken. Sie sollen Spaß haben", erklärt Andrea Korte-Toffel. Auch gemeinsame Aktivitäten von Eltern und Kindern seien denkbar, ergänzt ihre Kollegin Kathrin Gerl. Das Angebot finde losgelöst vom Jugendamt statt.
Finanziert wird "RiVer" über Fördermittel von der Aktion Mensch und vom Innovationsfonds des Bistums Münster. Studenten der katholischen Fachhochschule Münster sollen das Modellprojekt wissenschaftlich begleiten.
Quelle: Recklinghäuser Zeitung
