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Derb, direkt und mit eigenem Charme

Erstellt von Bischöfliche Pressestelle/ Michaela Kiepe |

Der Katholikentag in Münster eröffnete am Mittwoch mit dem "Abend der Begegnung" . Das Kreisdekanat Recklinghausen präsentierte sich auf der Bühne in der Stubengasse an der Dominikanerkirche.

Drei Stunden lang präsentierte sich die Region Ruhrgebiet zum Auftakt des 101. Katholikentages in Münster auf der Bühne neben der Dominikanerkirche. Der „Abend der Begegnung“ machte dabei seinem Namen alle Ehre. Denn sowohl auf als auch vor der Bühne trafen sich Menschen unterschiedlicher Generationen und Nationen und feierten gemeinsam ein unbekümmertes Fest an einem sommerlich anmutenden Abend in der Innenstadt.

Nach einer kurzen Eröffnung durch den Kreisdechanten Jürgen Quante und Marc Gutzeit, Geschäftsführer des Kreisdekanats, führten Freia Lukat und Matthias Müller vom Caritasverband Herten launig durch das Programm, das zahlreiche unterschiedliche Facetten des Ruhrgebiets und die kulturelle Vielfalt der Region präsentierte. Insgesamt mehr als 100 Akteure unterhielten das Publikum bestens – mit leisen Tönen ebenso wie mit derbem Humor und alten Liedern zum Mitsingen.

Gleich zu Beginn sorgte die Areopag-Band aus Recklinghausen mit einem Mix aus Coverversionen aktueller Songs als auch mit neuen geistlichen Liedern für Begeisterung bei den Zuschauern. Es dauerte nicht lange, da war der Platz an der Dominikanerkirche mehr als gut gefüllt. Während direkt vor der Bühne die Zuschauer mitsangen oder tanzten, genossen an den Tischen andere das kulinarische Angebot, bei dem natürlich der Ruhrgebietsklassiker „Currywurst mit Pommes“ nicht fehlen durfte. Aber auch die Waffeln der Waffelbäckerei fanden ebenso reißenden Absatz wie weitere Ruhrgebietsköstlichkeiten. Dazwischen sorgten zahlreiche Helferinnen und Helfer mit unermüdlichem Einsatz dafür, dass sich das Geschirr nicht auf den Tischen stapelte, sondern abgeräumt wurde.

Multikulturell ging es auf der Bühne zu. Sei es bei der Band Walthorpe Sounds, in der Waltroper und Geflohene gemeinsam „transkulturelle Dorfmusik“ zu Gehör brachten, oder beim Hertener Chor „Venu Kanti“, in dem sich Menschen aus mehr als acht Nationen engagieren. Musik als Weg zur Integration. „Für uns als Christen sollte es selbstverständlich sein, auf die Menschen aus anderen Ländern zuzugehen“, betonte Müller in seiner Moderation. Diese Herausforderung spiegelte sich in dem Programm immer wieder. Aber auch der direkte und derbe Humor des Ruhrgebiets hatte auf der Bühne seinen Platz. Sehr zur Freude des Publikums. Die sieben Frauen des „Dream Teams“ aus der Pfarrei Liebfrauen in Recklinghausen zogen als „Ü 70-Frauen“ über ihre Männer her, verschonten einander aber auch nicht.

Ebenso handfest formulierten Lukat und Müller das Motto des Katholikentags „Suche Frieden“ einfach mal um. „Bei uns im Ruhrgebiet heißt das: Frieden? Mach’n wa!“. Als die Band „Quasi 40“ das bekannte Friedenslied „Hevenu shalom alechem“ anstimmte, gingen die Menschen vor der Bühne aufeinander zu, gaben sich die Hand und wünschten sich Frieden. Es war ein wunderbares Bild. Ebenso begeisterten die beiden Waltroper Küchenmamsells mit ihren Liedern aus Uromas Jugendzeit. Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“ und „Mariechen saß weinend im Garten“ stimmte das Publikum sofort ein und zeigte sich ebenso textsicher wie die beiden 83 und 81 Jahre alten Akteurinnen.

Maritimes Flair brachte zum Abschluss noch der Dattelner Hafenchor auf den Platz. Auch ihre Lieder wurden begeistert aufgenommen und mitgesungen. Zum großen Finale mischten sich alle Beteiligten noch einmal unter das Publikum und unterstützten sie beim eigens für den Abend umgetexteten Ruhrgebietsrock.

Dann wurde es ganz ruhig vor der Bühne, als Kreisdechant Quante das Abendgebet, das zeitgleich auf allen Bühnen in der Stadt stattfand, ankündigte. Gemeinsam sangen und beteten die Menschen auf dem Platz. Ein wunderbarer Ausklang eines ebenso fröhlichen wie besinnlichen Abends.

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Die Bühne des Ruhrgebiets war ein Anziehungspunkt beim „Abend der Begegnung“ zum Auftakt des 101. Katholikentags in Münster.