11.06.2026
Unbeschwerter Tag für RiVer-Kinder im Ketteler Hof
Einen Tag lang einfach Kind sein, spielen, lachen und den Alltag vergessen.
Für die Kinder und Jugendlichen des Projekts „RiVer“ ging es gemeinsam zum Ketteler Hof. Ermöglicht wurde der Ausflug durch die Unterstützung des Busunternehmens GBB aus Marl.
„RiVer“ – die Abkürzung steht für „Risiken erkennen, vernetzt handeln“ – ist ein gemeinsames Präventionsangebot des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen e. V. und des Caritasverbandes Recklinghausen. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen ein oder beide Elternteile psychisch und/oder suchtkrank sind. In den Gruppenangeboten lernen die Teilnehmenden, über Gefühle zu sprechen, die Erkrankungen ihrer Eltern besser zu verstehen und ihre eigene Resilienz zu stärken.
Der Ausflug zum Ketteler Hof in Haltern am See stellte dabei einen bewussten Gegenpol zum oft belastenden Alltag der Kinder und Jugendlichen dar. „Solche gemeinsamen Erlebnisse schaffen Entlastung, schenken neue Energie und ermöglichen es den Kindern, für einige Stunden einfach unbeschwert zu sein“, erklärt Jutta Beeking, Vorsitzende des SkF Recklinghausen.
Die Idee für den Ausflug entstand bereits Anfang des Jahres bei einer Karnevalsveranstaltung. Dort kam der Kontakt zu dem Busunternehmen zustande. Unternehmer Johannes-Gerd Overhoff sagte schließlich nicht nur die Hin- und Rückfahrt zu, sondern übernahm auch die Eintrittskosten für alle Teilnehmenden. So konnten sämtliche Kinder, Jugendliche sowie Fach- und Betreuungskräfte an dem Tagesausflug teilnehmen.
„So wie wir bereits bei der Karnevalsfeier gemeinsam unbeschwerte Momente erleben durften, war es mir ein großes Anliegen, auch diesen Ausflug für die Kinder und Jugendlichen möglich zu machen“, sagt Overhoff. Jutta Beeking: „Umso dankbarer sind wir, dass die Zusammenarbeit so unkompliziert und herzlich funktioniert hat.“
Auch während des Ausflugs zeigte sich die Unterstützung des Busunternehmens: GBB-Fahrer Francesco Trotto brachte die Gruppe nicht nur sicher ans Ziel und wieder zurück, sondern versorgte die Kinder zusätzlich mit Getränken und kleinen Süßigkeiten.
Neben Spiel, Bewegung und gemeinsamen Erlebnissen bot der Tag vor allem Raum für Begegnung. In entspannter Atmosphäre konnten neue Kontakte entstehen und bestehende Freundschaften vertieft werden. Für die Verantwortlichen des Projekts war der Ausflug deshalb weit mehr als nur ein Freizeitangebot. „Er hat den Kindern und Jugendlichen ein Stück Leichtigkeit geschenkt, fernab der Herausforderungen, die viele von ihnen im Alltag begleiten“, sagen die Sozialarbeiterinnen Inga Spork (Caritas) und Pauline Spitz (SkF).