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„Aufrunden bitte“

Die Aktion „Recklinghausen hilft“ ist gestartet: 14 Apotheken bitten ihre Kundschaft um Wechselgeld-Spende für die Medizinische Hilfe des SkF.

14 Apotheken sammeln seit Donnerstag, 1. August, Geld für die „Medizinische Hilfe Am Neumarkt“. Das Motto lautet „Recklinghausen hilft“. Bis Ende August können die Kundinnen und Kunden ihr Wechselgeld für die ehrenamtlich besetzte Ambulanz in der Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) Recklinghausen spenden.

„Mit der Aufrunden-Aktion haben Recklinghäuser eine ganz einfache Möglichkeit, anderen Recklinghäusern in einer Notlage zu helfen“, sagt Pascal Thyron, der die Einrichtung des SkF am Süder Neumarkt koordiniert. „Die Aktion ist notwendig, damit wir im Schnitt 60 Patientinnen und Patienten im Monat medikamentös versorgen können“, fügt Jutta Weidener, Vorsitzende des SkF Recklinghausen, an. Denn: Die Kosten für Arzneimittel und Hilfsmittel trägt der Ortsverein aus Eigenmitteln und Spenden. Eine staatliche Unterstützung gibt es nicht.

Rudolf Strunk, Inhaber einer Innenstadt-Apotheke, war von der Idee sofort begeistert. „Wir werden unsere Stammkunden aktiv ansprechen. Aber natürlich darf jeder mitmachen, der Spenden möchte.“ Strunk unterstützt die Medizinische Hilfe bereits seit vielen Jahren. „Er steht uns mit Rat und Tat zur Seite und ist so ein Teil des Projekts“, betont Thyron.

Und so funktioniert „Recklinghausen hilft“: Beim Kauf ihrer Ware in einer der beteiligten Apotheken sagen die Kundinnen und Kunden einfach „Bitte aufrunden bis…“ und nennen einen Betrag ihrer Wahl. Die Mitarbeitenden der Apotheke stecken das entsprechende Wechselgeld anschließend in ein Sparschwein des SkF.

Per Brief hatte Pascal Thyron das Interesse für die Aktion in den Apotheken abgefragt. Die Resonanz fiel positiv aus. 14 Apotheken quer durch Recklinghausen bis nach Herten gaben ihre Zusage. Die Recklinghäuser Werbeagentur Yomomo, Kunibertistraße 5, entwarf kostenlos einen Handzettel und ein Poster, auf denen Ablauf und Ziel der Sammelaktion erklärt werden. „Es ist wirklich schön zu sehen, dass auch Unternehmen, die nicht im Gesundheitsbereich zu tun haben, sich für die Medizinische Hilfe engagieren“, sagt Thyron.

Von den Spenden werden keine Miet- oder Personalkosten bezahlt. „Jeder Cent kommt zu 100 Prozent Menschen in medizinischen Notlagen zugute“, versichert Koordinator Thyron. Von dem Geld werden Medikamente sowie Hilfsmittel wie Brillen und Rollstühle angeschafft. Dabei muss es eben nicht immer die große Spende sein. „Ein paar kleine Beträge reichen für Kopfschmerztabletten oder ein fiebersenkendes Präparat“, verdeutlicht Thyron. Auch für diese vermeintlich günstigen, aber Linderung verschaffenden Präparate haben nicht alle Menschen das notwendige Geld, um sie sich in der Apotheke zu holen. Thyron wirbt daher: „Mit wenig kann man also viel helfen.“

In der Medizinischen Hilfe im neuen SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, behandeln jede Woche donnerstags von 17.30 bis 18.30 Uhr ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte kostenlos und anonym. Es gibt ein großes Wartezimmer und zwei Behandlungsräume mit einem Sonografie- und einem EKG-Gerät. Hierhin kommen Menschen, die durch das Netz unseres Gesundheitssystems fallen. Aus unterschiedlichen Gründen finden sie nicht den Weg in eine „normale“ Praxis. Beim SkF erhalten Personen ohne Krankenversicherung, Menschen mit psychischen Erkrankungen, die niedrigschwellige Hilfe benötigen, sowie obdachlose Frauen und Männer die notwendige medizinische Hilfe. „Mit der Aktion wollen wir die Medizinische Hilfe auch bekannter machen“, sagt die stellvertretende SkF-Vorsitzende Ute Pahnke.

Die Patientinnen und Patienten bekommen in der Praxis am Neumarkt keine Behandlung zweiter Klasse. Alle werden untersucht und erhalten die Medikamente, die sie brauchen. Der SkF zahlt bei Bedarf auch weitere Untersuchungen bei anderen Ärztinnen und Ärzten und gewährt einen Zuschuss für zum Beispiel eine Brille. „Besonders die Behandlung von chronischen Erkrankungen ist sehr kostenintensiv. Für Betroffene ist sie aber unerlässlich, damit sie ein menschenwürdiges Leben führen können“, sagt Thyron.

Die Aktion „Recklinghausen hilft“ läuft bis Samstag, 31. August. Anschließend sammelt der SkF die Sparschweine wieder ein.

Diese 14 Apotheken machen mit:
Adler-Apotheke, Bochumer Straße 200
Alte Apotheke, Breite Straße 14
Apotheke am Hohenzollernpark, Hohenzollernstraße 7
Apotheke am Rosengarten, Dorstener Straße 102
Apotheke im Viertel, Westfalenstraße 130
Bären-Apotheke, Münsterstraße 1
Bertrandis-Apotheke, Hochstraße 54 b
„Bußmann’s Barbara-Apotheke“, Herten, Richterstraße 1
„Bußmann’s Ratsapotheke“, Herner Straße 1
City-Apotheke, Holzmarkt 1
Elisabeth-Apotheke an der Engelsburg, Herzogswall 30 a
Glückauf-Apotheke, König-Ludwig-Straße 96
Merlin-Apotheke, Bochumer Straße 106
Sankt-Paulus-Apotheke, Hohenzollernstraße 40

Möchten Sie die „Medizinische Hilfe Am Neumarkt“ auch darüber hinaus unterstützen, dann können Sie das gerne tun: Spendenkonto des SkF RE, Commerzbank Recklinghausen, Stichwort „Medizinische Hilfe“; IBAN: DE77 4264 0048 0528 7545 01

Die „Medizinische Hilfe Am Neumarkt“ im SkF-Stadtteilbüro Süd, Am Neumarkt 33, 45663 Recklinghausen, geöffnet donnerstags 17.30 bis 18.30 Uhr, Koordinator Pascal Thyron, Tel. 02361/ 6581831, E-Mail: pascal.thyron@skf-recklinghausen.de

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So wird’s gemacht (v.l.): Vorsitzende Jutta Weidener und Ute Pahnke aus dem SkF-Vorstand, Apotheker Rudolf Strunk und der Koordinator der Medizinischen Hilfe, Pascal Thyron, testen am ersten Tag von „Recklinghausen hilft“ die Aufnahmefähigkeit der SkF-Spendenschweine. Foto: Michael Richter/ SkF Recklinghausen