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„Professionelle Hilfe benötigt Fachkompetenz“

Weihbischof Rolf Lohmann hat das SkF-Stadtteilbüro Süd besucht.

Im SkF-Stadtteilbüro Süd riecht es noch nach Farbe. Weihbischof Rolf Lohmann weiß zu gut warum. Lohmann wollte bereits im Mai zur Eröffnung der neuen Räume am Neumarkt 33 kommen und die Einweihung übernehmen, er musste jedoch kurzfristig absagen. Jetz - im Rahmen seiner zweitägigen Visitation der Pfarrei St. Antonius - holte der Weihbischof für die Region Niederrhein und Recklinghausen seinen Besuch nach. „Ich freue mich umso mehr, hie zu sein.“

Der hohe Gast aus Xanten wird von Aloys Wiggeringloh, leitender Pfarrer in St. Antonius begleitet. Mit Ute Pahnke, stellvertretende SkF-Vorsitzende, Geschäftsführer Giancarlo Cillis und die im Süder Stadtteilbüro tätigen Daniel Ruppert (Koordinator Allgemeine Sozialberatung und Existenzsichernde Hilfen) sowie Pascal Thyron (Koordinator der Medizinischen Hilfe Am Neumarkt) waren sie schnell im Gespräch. Es werde immer wichtiger, den Menschen professionell und individuell ausdifferenziert Hilfen anzubieten, sagte Lohmann. Gemeinden könnten das nicht stemmen. „Wenn daher der SkF mit dem Projekt ,RiVer‘ Eltern mit Sucht- oder psychischen Problemen beiseite steht und ihren Kindern eine Gruppe mit sozialpädagogischer Begleitung anbietet, ist das gut und richtig. So etwas kann man nicht nebenbei leisten. Das benötigt Fachkompetenz“, stellt Lohmann klar. Verwundert nahm der Weihbischof zur Kenntnis, dass nach einer Anschub-Finanzierung durch das Bistum und durch Unternehmer das „RiVer“-Projekt allein durch Eigenmittel und Spenden getragen wird.

Bei einem Rundgang durch das Stadtteilbüro erläuterten die zweite Vorsitzende Ute Pahnke und das Team um SkF-Geschäftsführer Cillis das Angebot in Süd. Viermal in der Woche können Süder Bürgerinnen und Bürger im Mittagstreff gemeinsam essen und ins Gespräch kommen. An jedem Mittwoch gibt es im „Café Süd“ Kaffee und Kuchen. Die Sozialberatung gibt Hilfe in Fragen zum SGB II/ Jobcenter, bei Ärger mit der Miete und ähnlichen Problemen. Mit der „Recklinghäuser Tafel“ in der Trägerschaft des SkF im Hintergrund kann kurzfristig mit Lebensmitteln ausgeholfen werden.

In der „Medizinischen Hilfe Am Neumarkt“ behandeln ehrenamtliche Ärzte kostenlos Menschen, die sich eine Behandlung nicht leisten können, weil sie keine Krankenversicherung haben, oder die wegen einer psychischen oder Suchterkrankung den Warteraum einer normalen Praxis scheuen.

Zum Abschluss suchten Lohmann und Wiggeringloh das Gespräch mit den Gästen des Mittagstreffs und aßen mit ihnen Lasagne oder Chili mit Reis. „Schön, dass die Leute hier zusammenkommen können. Mein Dank gilt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern“, sagte Lohmann und zog ein Resümee seines kurzen Abstechers zum SkF. „Das Stadtteilbüro ist doch wirklich eine gute Einrichtung.“ Seine Nachbarinnen und Nachbar am Tisch nickten zustimmend.

Info: SkF-Stadtteilbüro, Am Neumarkt 33, Tel. 02361/ 31302 oder Tel. 02361/ 6581831, E-Mail: info@skf-recklinghausen.de, www.skf-recklinghausen.de

Hintergrund: 1996 eröffnete der SkF den ersten Treffpunkt für bedürftige Menschen in Süd. Nur ein Jahr später erfolgte der Umzug an den Neumarkt. Im Mai diesen Jahres zog die Anlaufstelle für Rat und Hilfe suchende Menschen ins benachbarte Eckhaus „Am Neumarkt 33“.

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Weihbischof Rolf Lohmann (m.) und St.-Antonius-Pfarrer Aloys Wiggeringloh (r.) werden von (v.l.) der stellvertretenden SkF-Vorsitzenden Ute Pahnke, Geschäftsführer Giancarlo Cillis und SkF-Mitarbeiter Pascal Thyron auch durch die Behandlungsräume der Medizinischen Hilfe Am Neumarkt geführt. Foto: Michael Richter/ SkF Recklinghausen.